Eucharistischer Kongress 2013

Eucharistischer Kongress 2013

Eine Frau erhält von einem Priesters die heilige Kommunion.
Eucharistiefeier. © KNA-Bild

50 Jahre Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils – die Deutsche Bischofskonferenz lädt im Jahr 2013 zu einem Nationalen Eucharistischen Kongress in das Erzbistum Köln ein. Damit möchten die deutschen Bischöfe an das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) erinnern und sich den eucharistischen Fragen und Anforderungen wieder neu stellen.

Der Nationale Eucharistische Kongress im Rahmen des mehrjährigen Gesprächsprozesses findet vom 5. bis 9. Juni 2013 in Köln statt. Die Vollversammlung der deutschen Bischöfe hat sich für dieses Leitwort entschieden:

„Herr, zu wem sollen wir gehen?“ (Joh 6,68)

Organisiert wird der Kongress durch einen Lenkungsausschuss unter dem Vorsitz des Erzbischofs von Köln, Joachim Kardinal Meisner. Stellvertretender Vorsitzender im Lenkungsausschuss ist Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.

Vor Ort in Köln übernimmt das Projektbüro Eucharistischer Kongress 2013 die Vorbereitung.

 

Eucharistischer Kongress Thema bei der Vollversammlung in Trier

Die Vorbereitungen für den nationalen Eucharistischen Kongress waren am 19. Februar 2013 Thema bei der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Trier.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, und Joachim Kardinal Meisner, der Erzbischof von Köln, sowie Msgr. Robert Kleine, der Sekretär des Eucharistischen Kongresses, haben in einem Pressegespräch vom aktuellen Stand der Planungen für das Glaubensfest berichtet.

Zur Pressemitteilung und den Statements vom 19.02.2013

 

„Wie können wir Gott verehren?“

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch:

„Wie können wir Gott verehren? Das fragen sich viele Menschen. Vor einem halben Jahrhundert hat das II. Vatikanische Konzil zu diesem Thema eine wegweisende Antwort mit der damals verabschiedeten Liturgiekonstitution gegeben. Daran erinnern wir uns im Jahr 2013. Dieses Jubiläum ist für die Deutsche Bischofskonferenz eine gute Gelegenheit, besonders für die Eucharistie zu danken und zu einem Eucharistischen Kongress einzuladen, den für sie das Erzbistum Köln ausrichten wird. Der Eucharistische Kongress ist Teil des Gedenkens an das II. Vatikanische Konzil. Dessen Abschluss vor 50 Jahren, also im Jahr 2015, wird ein großes Fest der Weltkirche und der Kirche in Deutschland sein.“

Was ist ein Eucharistischer Kongress?

Durch Feier, Anbetung und Katechese Jesus Christus im Geheimnis der Eucharistie besser kennen und lieben lernen

Jugendliche beten und sind im Gespräch in einer Halle der Kölner Messe.
Weltjugendtag 2005: Jugendliche im Beichtgespräch.

Ein eucharistischer Kongress kann sowohl national als auch international stattfinden. Auf nationaler Ebene findet er sich – wie auch 2013 in Köln – auf Beschluss der Bischofskonferenz zusammen, oder nach Ermessen der einzelnen Ortsbischöfe in den jeweiligen Diözesen. Ein Internationaler Eucharistischer Weltkongress kommt auf Vorschlag des Päpstlichen Komitees für die eucharistischen Weltkongresse und nach Verkündung durch den Papst zusammen.

Im Zentrum eines Eucharistischen Kongresses stehen Gottesdienst, Anbetung, Glaubensverkündigung, Glaubensvertiefung und die Frage nach der Lebensführung aus dem Glauben. Wortgottesdienste, theologische Vorträge und gemeinsame Gebete werden dabei abgestimmt auf das spezielle Thema des Kongresses.

Während der Kongresstage sollen die Gläubigen gemeinsam bezeugen, dass Jesus Christus im Geheimnis der Eucharistie die Mitte des Lebens, der Kirche, und ihrer Sendung ist. In der Eucharistie wird dem letzen Abendmahl Jesu Christi, seines Todes und seiner Auferstehung gedacht. Sie ist eines der sieben Sakramente, in denen in den Opfergaben von Brot und Wein die Gegenwart Christi erfahrbar wird. Jesu Tod und Erlösung der Menschheit wird in der Eucharistie verkündet. Dabei ist Jesus Christus in den Gaben von Brot und Wein vergegenwärtigt.

Durch intensive spirituelle und pastorale Vor- und Nacharbeit sind die Ortskirchen auch über die Feierlichkeiten des eucharistischen Kongresses hinaus gefordert und tragen die Ergebnisse und Anregungen weiter.

 

Ein Blick zurück

Der erste Eucharistische Weltkongress 1881 in Lille (Frankreich)
„Das derzeitige große Übel der religiösen Gleichgültigkeit ist, dass man nicht auf Jesus Christus als den eigentlichen Erlöser und Gott zugeht. Man gibt das einzige Fundament, das einzige Gesetz, die einzige Gnade des Heils auf“, so der Wegbereiter der  Eucharistischen Weltkongresse, der hl. Peter Julian Eymard (1811 –1868). Seine geistige Schülerin, Emilie Tamisier (1834- 1910) organisierte daraufhin, allen Schwierigkeiten trotzend, den ersten Eucharistischen Weltkongress im Jahr 1881 in Lille.

Eucharistische Weltkongresse in Deutschland
Bisher fanden in Deutschland zwei internationale Eucharistische Weltkongresse statt: der 20. Eucharistische Weltkongress vom 4. bis zum 8. August 1909 in Köln und der 37. Eucharistische Weltkongress vom 31. Juli bis zum 7. August 1960 in München unter dem Motto „Pro mundi vita/ Für das Leben der Welt“.

Kanada 2008
Der letzte Eucharistische Weltkongress 2008 in Quebec (Kanada) stand unter dem Thema „Die Eucharistie, Geschenk Gottes für das Leben der Welt“ und begann am 15. Juni 2008  für die Dauer einer Woche.

Köln als Gastgeber 2013

Blick auf den Kölner Dom und die Hohenzollernbrücke. © WJT
Blick auf den Kölner Dom und die Hohenzollernbrücke. © WJT

Das Erzbistum Köln freut sich sehr, nach dem Weltjugendtag 2005 nun erneut Gastgeber eines so wichtigen Glaubensereignisses sein zu dürfen. Erzbischof Joachim Kardinal Meisner möchte ein „wichtiges Zeichen des Glaubens in der Öffentlichkeit“ setzen und in diesem Rahmen ebenfalls das 1.700 jährige Bestehen des Erzbistums Köln feiern.

 

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